La Sardina El Capitan

Meine ersten lomographischen Schritte

Gerne fotografieren? Joa, schon. Aber eine große Leidenschaft oder besonders viel Spaß hatte ich daran eigentlich nicht. Geändert hat sich das erst, als ich 2012 die La Sardina El Capitan bekommen habe, eine kleine roten Plastikknipse. Eine Filmkamera!

Analogue Addicted

Ich hatte zwar damals schon die alte Spiegelreflex von meinem Vater bei mir liegen, aber wirklich benutzt habe ich sie nicht. Mit der Sardina habe ich angefangen mich mit Lomographie zu beschäftigen, habe bunte cross-Entwicklungen entdeckt und etwas fern von der Idee mit einem Foto Realität abbilden zu können/wollen/müssen.

Lomographie – was ist das?

„Lomography ist eine weltweit aktive Organisation, die sich der experimentellen und kreativen Fotografie verschrieben hat. Mit Millionen von Followern und Freunden auf der ganzen Welt umfasst das Konzept von Lomography einen interaktiven, lebendigen und manchmal sogar verschwommenen, verrückten Lebensstil. “

Lomography

Die Selbstbeschreibung von Lomography erklärt ganz gut die beiden Aspekte, die ich bei Lomography sehe. Zum einen das Unternehmen, das Kameras und Filme entwickelt, produziert und weltweit vertreibt. Auf der anderen Seite eine große, offene, hilfreiche und unterstützende Community mit Treffen, Filmtauschs, Hilfe bei Fragen oder einfach Freunde und Bekannte auf der ganzen Welt.

Das ganze beruht auf der ab 1984 in Russland gefertigten Lomo LC-A, Anfang der 90er Jahre entdeckt von Wiener Studenten, die schließlich mit dem Vertrieb der Kamera begannen und die Lomographic Society gründeten. Dazu gehören auch „Die zehn goldenen Regeln“ zusammen gefasst in „Don’t worry about any rules“ oder auch „Don’t think, just shoot“. Es geht darum schöne Bilder zu machen, Spaß zu haben und kreativ zu sein.

Inzwischen würde ich mich nicht mehr so sehr als Lomographin beschreiben, sondern einfach als analoge Fotografin. Ich habe Freude an allen analogen Kameras und Spaß an vielen Aspekten der Lomographie, an abgelaufenen Filmen und Experimenten damit.

Der sardina-look

Analogue Addicted
Garten des Himmlischen Friedens, Frankfurt am Main.

Da ist es! Ein Bild von meinem ersten Film mit der El Capitan. Wie so oft bei Lomo-Produkten war das nicht ganz einfach. Die erste La Sardina war defekt und musste umgetauscht werden. Aber dann hat es geklappt und die erste größere Reise der Kamera ging nach Stockholm. In dem Urlaub hatte ich auch noch meine kompakte Digitalkamera dabei, aber nur die analogen Bilder haben es in mein Erinnerung geschafft.

Wie auf dem Übersichtsbild oben zu sehen ist, habe ich nicht nur eine La Sardina, sondern mehrere unterschiedliche Modelle. Es gibt sie in verschiedenen Editionen und ich mag meine insgesamt drei Versionen alle gerne. Die Kamera ist relativ klein, leicht und bietet mit ihrem Weitwinkelobjektiv Möglichkeiten für besondere Blickwinkel.

Die Fakten: Brennweite 22mm, Verschlusszeit N (1/100) oder B (Bulb) bei einer fixen Blende f8, Entfernungseinstellung 0,6 – 1 m oder 1m- unendlich. Format: 35mm. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit Doppelbelichtungen vorzunehmen und einen Blitz anzuschließen. Das wars.

Was heißt das: Don´t think, just shoot! Es empfehlen sich Filme mit einer nicht ganz so geringen Empfindlichkeit (also in der Regel ISO 200 und aufwärts), sonst drohen unterbelichtete Filme. Unschärfen, Über- und Unterbelichtungen, Doppelbelichtungen, Lens Flare und die schöne Vignettierung, also die schwarzen Bildränder, gehören bei der Sardina dazu.

Doppelbelichtung:

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Doppelter Henningerturm

Lens Flare:

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Frühling in Frankfurt

Vignettierung:

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Typisch Amsterdam

Meine El Capitan lässt sich leider nicht mehr korrekt schließen und ist daher nicht mehr im Einsatz – ihren Platz im Kameraregal behält sie natürlich trotzdem, schließlich fing mit ihr alles erst so richtig an.

Ich finde die Sardina ist eine super Einsteigerkamera in die analoge Fotografie. 35mm-Filme gibt es immer noch gut zu kaufen und es kann einfach losfotografiert werden ohne viel über Kameraeinstellungen nachzudenken. Es macht Spaß mit ihr durch die Gegend zu laufen und sich auszuprobieren. Und im Idealfall machen die Ergebnisse dann auch Spaß.


Bilder Bilder Bilder

Ein kleine Auswahl aus über drei Jahren und die Erinnerung für mich, die Kamera wieder öfter auszuführen.

 

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